Unter dem Motto „Der Kaiser hat abgedankt, die Demokratie lebt!“ demonstrieren wir am Samstag, den 26.09.26 von 11 bis 21 Uhr auf dem Karolinenplatz.
Wir wollen den Aufzug der Menschen- und Demokratiefeind*innen nicht unkommentiert stehen lassen. Mit einem breiten Bündnis stellen wir uns den extrem rechten Umtrieben in Darmstadt entgegen.
Wir sind laut, bunt und entschlossen. Wir stehen für die demokratische Gesellschaft und für die Menschenwürde.
Kommt daher alle am 26. September ab 11 Uhr auf den Karolinenplatz. Gemeinsam zeigen wir, dass es in Darmstadt keinen Platz für ewiggestrige und reaktionäre Ideologien gibt.
Unsere Pressemitteilung findet ihr hier.
Bühnenprogramm
ab 11 Uhr
- Auftakt mit Informationen zur Kundgebung durch die Versammlungsleitung
- Begrüßung und Rede durch den Veranstaltenden – Bündnis gegen Rechts Darmstadt
- Redebeiträge von der Partei Die Linke und B’90/Die Grünen
ab 12 Uhr
- Lautstarke ablehnende Begrüßung der Reichsbürger*innen
- Redebeiträge vom Stadtelternbeirat und den Omas gegen Rechts
- Kleine Gesangseinlage des Omas gegen Rechts Chors
- Kurze musikalische Pause zum durchschnaufen
ab 13:15 Uhr
- Redebeiträge u.a. von den Jusos, der Seebrücke, dem VVN-BdA
14 Uhr
- Auftritt Kneipenchor aus dem Sumpf
- Kleine Umbaupause
14:45 Uhr
- Live-Musik der Darmstäder Punk-Band Captain Capgras
ab 15:45 Uhr
- Begrüßung der Teilnehmenden der Save Abortion Demo & der Demo gegen Sozialkürzungen aus Frankfurt mit Redebeiträgen von vielbunt und dem DGB
ab 16:30 Uhr
- Die DJ*s ysta. und h3xe legen für uns auf und sorgen für gute Stimmung. Tanzen gegen den Rechtsruck <3
Musikalische Acts
Aktionskarte und Demoticker
Aktionskarte (download als PDF-Datei)
Küche für Alle (Küfa)
Küche für Alle (Küfa) am Darmstadtion
Es wird eine Küche für Alle (Küfa) vor dem Darmstadtion (Kongresszentrum) geben. Gegen Spende werden leckere, meist vegane Essen verteilt.
Schaut vorbei und genießt das Essen. Das Team der Küfa freut sich auf euch.
Awareness
Auf den Protest-Kundgebungen sind Awareness-Teams im Einsatz.
Egal ob Diskriminierung, Belästigung, übergriffigem Verhalten oder einfach der Wunsch nach einer Pause: Wir sind für dich da.
Bei uns kannst du durch atmen, reden und in Ruhe entscheiden, wie es weitergeht.
Du erkennst uns an den lilafarbenen Westen.
Ermittlungsausschuss (EA)
Für die Proteste gegen die Reichsbürger*innen gibt es einen Ermittlungsausschuss, kurz EA.
Der EA ist am Samstag unter folgender Telefonnummer erreichbar: 0152 15330320
Was ist der EA?
Ein Ermittlungsausschuss (EA) stellt während einer Demonstration oder anderer politischer Aktionen eine zentrale Telefonnummer, die euch wenn nötigt, Anwält*innen vermittlelt und dafür sorgt, dass auch bei größeren Aktionen niemand verloren geht oder vergessen wird.
Wichtig im Zusammenhang mit dem EA!
- Wenn ihr seht, dass die Polizei eine Person von uns weg bringt, schaut ob die Person nur ihre Personalien angeben soll oder ob sie tatsächlich mitgenommen wird. Nur wenn sie mitgenommen wird müsst ihr den EA anrufen. Versucht dann am besten den Namen der Person herauszufinden, damit ihr diesen dem EA mitteilen könnt.
- Schreibt euch die Telefonnummer des EAs am besten auf den Körper auf, damit ihr sie auch in Gewahrsam noch habt. Es kann sein, dass euch Zettel abgenommen werden.
- Ruft den EA unbedingt an, sobald ihr wieder frei seid! Das ist ganz wichtig, weil der EA erst Feierabend macht, sobald alle Menschen wieder als frei gemeldet sind. Das gilt auch, wenn ihr den EA nicht selbst angerufen habt. Es kann sein, dass wer anderes eure Gewahrsamnahme gemeldet hat. Also meldet euch immer ab, wenn ihr wieder frei seid.
Weitere Infos:
Alle Infos zu Demovorbereitung, Repressionen und wie man sich im Fall der Fälle verhalten sollte, findet ihr hier: https://rote-hilfe.de/rechtshilfe/was-tun-wenns-brennt
Spenden
Kultur, Infrastruktur, Konzerte, etc. kostet eine Menge Geld. Wir setzen auf die Solidarität der Vielen.
Wenn ihr uns unterstützen wollt und könnt, freuen wir uns über eure Spende an:
IBAN: DE30 3101 0833 9913 3609 05 – Santander
Empfänger: M. Holz
Verwendungszweck: Spende für BgR
Ihr könnt auch gerne per PayPal spenden: info@bgr-darmstadt.de
Eine Spendenbescheinigung können wir leider nicht ausstellen.
Gemeinsamer zivilgesellschaftlicher Aufruf
Am 26. September wollen sich Reichsbürger*innen aus dem gesamten Bundesgebiet auf dem Karolinenplatz in Darmstadt versammeln. Das sogenannte „Große Treffen der 25+1 Bundesstaaten“ ist das zehnte seiner Art und ein wichtiges Vernetzungs- und Rekrutierungsevent der bundesweiten Reichsbürger*innen-Szene. In der Vergangenheit nahmen an diesen Treffen zwischen 300 und 1000 Personen teil. Auch für Darmstadt ist mit einer mittleren dreistelligen Zahl an Teilnehmenden zu rechnen.
Die Teilnehmenden der Treffen sind der Ansicht, dass das Deutsche Kaiserreich von 1871 bis heute fortbesteht und nie rechtswirksam aufgelöst wurde. Alle deutschen Staatsformen seit 1918 werden als illegitim erachtet.
Die Reichsbürger-Ideologie ist antidemokratisch, autoritär, völkisch, geschichtsrevisionistisch und in der Regel auch antisemitisch. Beim „Großen Treffen der 25+1 Bundesstaaten“ gelingt es, verschiedene Gruppen und Netzwerke zusammenzuführen.
Noch immer gelten Reichsbürger*innen als eine sonderbare und selten ernst zu nehmende Randerscheinung des extrem rechten Spektrums. Zu absurd scheinen deren Ansichten und Forderungen, zu exzentrisch deren Auftreten. Doch indem sie den deutschen Staat nicht anerkennen, sich eigene Gesetze geben und das Recht „in die eigenen Hände“ nehmen, stellen sie eine permanente Gefahr dar. Viele von ihnen bewaffnen sich und erklären sich bereit, entsprechend gegen Polizei und andere Behörden vorzugehen. Gerade in Hessen kommt es immer wieder zu Waffenfunden bei Personen aus dieser Szene. Oft sind auch Verflechtungen mit der AfD und anderen (extrem) rechten Gruppen festzustellen. Mit der sogenannten „Gruppe Reuß“ und den selbsternannten „Vereinten Patrioten“ wurden in den letzten Jahren zwei Reichsbürger-Netzwerke aufgedeckt, die rechtsterroristische Anschläge geplant hatten und mit einem Putsch die Demokratie in Deutschland stürzen wollten. Beide Gruppierungen hatten auch Mitglieder in Südhessen und zudem Verbindungen zum „Großen Treffen der 25+1 Bundesstaaten“.
Mehr Infos zum „Großen Treffen der 25+1 Bundesstaaten“ finden sich hier: https://rheinmain-rechtsaussen.org/2026/07/16/grossveranstaltung-der-reichsbuergerszene-in-darmstadt-geplant/
Wir wollen den Aufzug der Menschen- und Demokratiefeind*innen nicht unkommentiert stehen lassen. Mit einem breiten Bündnis stellen wir uns den extrem rechten Umtrieben in Darmstadt entgegen. Wir sind laut, bunt und entschlossen. Wir stehen für die demokratische Gesellschaft und für die Menschenwürde. Kommt daher alle am 26. September ab 11 Uhr auf den Karolinenplatz. Gemeinsam zeigen wir, dass es in Darmstadt keinen Platz gibt für ewiggestrige und reaktionäre Ideologien.
Der Deutsche Kaiser hat abgedankt, die Demokratie lebt!
Unterzeichner*innen
Bündnis gegen Rechts Darmstadt ♦ AStA Hochschule Darmstadt ♦ Attac Darmstadt ♦ Bündnis 90/ Die Grünen ♦ Bunt statt Braun Groß-Umstadt ♦ Community for all ♦ Darmstadt Halkevi ♦ DIDiF Darmstadt ♦ Die Linke Darmstadt ♦ Grüne Jugend Darmstadt ♦ Initiative „Demokratie lebt“ Darmstadt ♦ Jugendring Darmstadt ♦ Jusos Darmstadt ♦ Linksjugend Solid Darmstadt ♦ Migra4Migra ♦ Offenes Antifaschistisches Treffen (OAT) Darmstadt ♦ Omas gegen Rechts Darmstadt ♦ ORCA Darmstadt ♦ Seebrücke Darmstadt ♦ Studis gegen Rechts Darmstadt ♦ Uffbasse ♦ Vielbunt ♦ VVN-BdA ♦ Widersetzen Darmstadt
Eure Organisation fehlt? Und ihr wollt den Aufruf unterzeichenen? Schreibt uns einfach eine E-Mail an: protest-rb26@bgr-darmstadt.de und wir fügen eure Organisation als Unterzeichner*in hinzu.